neue Batterie / Gel ?

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Drummie
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Re: neue Batterie / Gel ?

Post by Drummie » Tue 7. May 2013, 18:43

Nun ja, meine Batterie von 2004 ist mit Sicherheit den tiefen Temperaturen des Winters zum Opfer gefallen, denn ich habe das Bike zum ersten Mal unter ner Plane draußen gelassen und nicht in der Garage geparkt. Folge: Bei ummere 5 Grad reicht es gerade für einen Startversuch, klemmt man das Ladegerät an, wird sofort voll angezeigt, nach dem Laden über Nacht kann man sie wenigstens wieder anlassen. Ich habe mir dann letzte Woche bei AMAZON diese Batterie hier bestellt:

http://www.amazon.de/Batterie-YTX12-BS- ... 03&sr=8-15

Die scheint völlig ausreichend, der Preis ist konkurrenzlos und die ZR 7 S hat ja kaum Verbraucher, die Batterie wird also kaum gefordert.

Gel- oder Li-Ion-Batterien brauchen vielleicht die moderne Bikes mit ABS, TSC, GTI, KSD und BND ;-)....oder meine alte BMW wegen dem hohen Stromfluss beim Anlassen.

Meinem Japan-Baby reicht ne normale Wartungsfreie.

Gruß
Ingo
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Re: neue Batterie / Gel ?

Post by miele » Tue 7. May 2013, 20:23

Drummie, den Tipp hattest Du glaub ich schon in einem anderen Beitrag und genau die Batterie läuft jetzt in meiner ZR7 ganz wunderbar. Mal sehen wie lange sie hält.

Nach Vorbereiten und Laden war dann schnell klar, was die "alte" Orginalbatterie für ein Problem hat. Moderne Ladegeräte erkennen augenscheinlich nicht wenn die Batterie zwar noch "in Ordnung" ist, aber die Kapazität nicht mehr hat.

Die orginale Batterie von '99 hatte schon nach 2 Stunden am Ladegerät über 13 Volt und hielt die auch, war aber nach zwei Startversuchen platt. Die neue hatte schon nach dem Befüllen 12,6Volt und brauchte noch rund acht Stunden bis die Ladeelektronik sie als voll erkannte und startet auch gleich ganz anders.
Hätte Gott gewollt, dass Moppeds sauber sind, wär' Spüli im Regen...

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Re: neue Batterie / Gel ?

Post by Drummie » Tue 7. May 2013, 20:48

Ach ja, stimmt. Die Batterie hatte ich ja schon mal hier erwähnt.

Da hast du dir also eine bestellt und sagst nicht? Wie unsozial... :)

Naja, klingt ja alles recht gut, klingt auf jeden Fall nicht nach Fehlkauf.

Schaun mer mal...

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Re: neue Batterie / Gel ?

Post by thxcv » Wed 8. May 2013, 21:22

miele wrote: Moderne Ladegeräte erkennen augenscheinlich nicht wenn die Batterie zwar noch "in Ordnung" ist, aber die Kapazität nicht mehr hat.
Das kommt ganz aufs Ladegerät an. Manche Ladegeräte überprüfen die Kapazität der Batterie vor dem Ladevorgang (vll nicht die für 10.50€ im Schnäppchenmarkt...) aber ob man wirklich ein Ladegerät braucht, das teurer als eine neue Batterie ist, sei mal dahin gestellt :D
Gruß Simon

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Re: neue Batterie / Gel ?

Post by Jo_ » Thu 9. May 2013, 11:49

Schmeisst mal bitte nicht alles durcheinander.
Um die Kapazität einer Batterie zu messen, muß diese erst vollständig geladen werden, dann entladen und nachher wieder geladen.
So ein Gerät hatte ich mal zu Verfügung, kostete aber deutlich über 500€ und der Vorgang dauerte Stunden.
Die Energie muß schließlich irgendwo verbraten werden.
Ich lasse mich aber gerne belehren, falls es neuere Methoden der Kapazitätsmessung geben sollte.
Hab hier bestimmt 20 Batterien herumstehen (USV) dessen Zustand fraglich ist.
Ciao - Jo
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Re: neue Batterie / Gel ?

Post by thxcv » Thu 9. May 2013, 12:12

Ich weiß ehrlich gesagt nicht genau, was das Gerät macht. Vor dem Ladevorgang steht in dem Display Kapazität wird geprüft. Ich glaube im Handbuch steht auch, dass der Batterietest nur bei geladener Batterie möglich ist. Ansonsten weiß ich nur, dass der Innenwiderstand geprüft wird. Hab mich auch nicht weiter damit beschäftigt :oops: , aber es wird wohl nur ein simpler Test sein, und nicht wirklich die Kapazität getestet werden. Aber ist ja auch wurscht ;)
Gruß Simon

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Re: neue Batterie / Gel ?

Post by Drummie » Thu 9. May 2013, 12:21

Ich glaube, es geht hier nicht um einen Kapazitätstest, sondern einen Belastungstest.

Und das kann man hier schön nachlesen:

http://www.kfz-tech.de/BatterieP.htm


By the way, was machst du denn mit 20 Batterien? Hast du noch so´n alten Herzschrittmacher auf 12V-Basis? Oder arbeitet die Penispumpe mit einer externen Hydraulikpumpe? 8-) Da soll der Batteriebedarf ja enorm anschwellen....

Gruß
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Re: neue Batterie / Gel ?

Post by Jo_ » Thu 9. May 2013, 12:58

Drummie wrote: By the way, was machst du denn mit 20 Batterien?
Jede Menge USVen, Datenlogger und Stützbatterien für mobile Messsysteme.

Da interessiert aber tatsächlich die Kapazität, da ich sie so dimensionieren muß, daß ein kontinuierliches Messen gewährleistet ist.

Hast du noch so´n alten Herzschrittmacher auf 12V-Basis? Oder arbeitet die Penispumpe mit einer externen Hydraulikpumpe? 8-) Da soll der Batteriebedarf ja enorm anschwellen....
Ist schon alles auf 400 Volt umgerüstet! :lol:
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Re: neue Batterie / Gel ?

Post by Vater Abraham » Thu 9. May 2013, 14:20

Jo_ wrote:Nicht entladen über Monate abstellen!
Kalt lagern! (Wichtig) Nicht ausbauen und warm stellen!
Zu Weihnachten mal mit nem Bier zu der Liebsten gehen und über Nacht mal ein (Billig)Ladegerät mit möglichst nicht mehr als 1A Ladestrom dranhängen.
Alternativ geht auch ein Netzteil mit Strombegrenzung. 14,4 V Ladespannung.

Meine Batterie ist von 99!
Nicht so viel Wirbel um das Überwintern machen!
Dito


(-> Bleiakku:) Ich benutze ein selbst gebautes Netzteil.
Kleiner 16-18V Trafo (ca.1A), Brückengleichrichter, Glättungskondensator und ein einstellbaren Spannungsregler. Alles Pfennigartikel. Das alles dann auf einer Lochrasterplatine gelötet und auf 14,4 Volt eingestellt.
Beim Laden habe ich ein Messgerät (Voltmeter) dran und sind 14,4 V zu messen ist der Akku voll. Zu lange dran ist aber bei dieser Art unbedenklich.

(-> Allgemein:) Generell Akku laden:
Man kann immer nur so viel rein tun wie ein Behälter aufnehmen kann. Bedeutet bei einem Akku mit z.B. 20 A/h (kann eine Stunde 20A abgeben) ->1 h laden mit 20A. 20A ist aber zu viel. Da gibt es dann eine Faustregel mit 1/10 Strom von der Kapazität 12-14 Stunden lang also bei einer 20A/h Akku: 2A 12-14 h. 12-14h anstatt rechnerisch ergebene 10h deshalb weil noch ein paar Verluste da sind.
Alles über 2A und dann auch über 14h kann den Akku schädigen. Und die Gleichung stimmt nur wenn der Akku leer ist.

(-> Bleiakku:) Bleiakkus sind beim laden sogar noch einfacher. Da braucht man nicht einen konstanten Strom, kann man aber auch machen. Einen konstanten Strom zu machen ist aber aufwendiger und eine Zeitschaltuhr kommt ja auch noch dazu und man muss sicher gehen das der Akku leer ist.
Beim Bleiakku (und nur bei diesen) kann man das Prinzip vom Ausgleich nehmen, ähnlich wie bei zwei Wasserbehälter die man mit einem z.B. Schlauch verbindet. Da gleichen sich beide Wasserbehälter aus, bis der Wasserstand bei beiden auf der gleichen Höhe ist.
Bedeutet beim Bleiakku (hat 13,8V im Leerlauf) gleichbleibende 14,4V (hier auch wieder etwas mehr wegen Verluste). Jetzt kann der Strom vom Netzteil in dem Akku rüberfließen.
Spannung (V) = Wasserstandhöhe
Strom (A) = dicke des Schlauchs zwischen den beiden Behältern

Von dem ganzen Schnellladen (also mehr wie 1/10 Strom) halte ich nicht viel (insbesondere bei Billigakkus oder wenn nicht drauf steht Schnellladefähig mit soundso viel A) außer beim Modellbau. Gerade hierbei muss man penibel darauf achten das nicht zu viel in den Behälter rein gepumpt wird. (-> Allgemein)
Vom automatischen Erkennen wann der Akku voll und die damit verbundene Messung von klitzekleinen Spannungsspitzen kurz vor dem voll, genauso wenig. (-> Allgemein, aber hauptsächlich NiMH/NICD)
Konstante 14,4V und gut ist, wie bei den meisten Bleiakku-Billig-Ladegeräten. (-> nur bei Bleiakku)

Generell gehen die meisten Akkus durch Überladung kaputt und dem Gedanken der Akku könnte ja nicht ganz voll sein, also ab ans Ladegerät. (-> Allgemein)
Das erkennen wann der Akku voll ist, ist nämlich aufwendig und von Akkutyp zu Akkutyp unterschiedlich und wie schon oben geschrieben beim Bleiakku mit den Ladeverfahren einer konstanten Spannung absolut nicht erforderlich.
Tiefentladung schädigt auch, also nicht wenn der Motor nicht anspringt bis gar nichts mehr geht orgeln und orgeln.
(-> Allgemein)

Beim lagern sollte der Akku voll sein. Beim Motorrad das beste eine größere Abschlusstour machen. Nach 3-4 Monaten eventuell nachladen mit wenig Ampere. (-> Allgemein, Ausnahme bei NiMH/NICD einzelne Zellen sollten entladen gelagert werden)

Zustand des Akkus kontrollieren kann man, indem man einen Verbraucher anschliesst und dann die Spannung misst wie weit sie abfällt. Ich nehme dazu eine H4 Lampe. Wie weit die Spannung abfällt ist aber eine Sache des Innenwiderstandes und je nach Kapazität und Ladezustand unterschiedlich, also eher eine grobe Schätzung. (-> Bleiakku)
Ansonsten vollen Akku mit einem konstanten Strom entladen, die Zeit messen und umrechnen. Dabei achten das man den Akku nicht tiefentladet also eine Entladeüberwachung mit rein.(-> Allgemein)


Bei mir selber habe ich auch noch den original Akku drin (Bj.2001), bin Laternenparker, nehme sie über den Winter nicht raus und lade auch nicht jeden Winter nach da Ganzjahresfahrer und sie meistens nicht länger wie 4 Monate unbenutzt rum steht.


Tommis Alternative finde ich auch schick, habe dazu aber noch etwas bedenken da Li-Ionen bei Überladung gerne explodieren. Und ob die neue Lithium-Ionen-Technologie es nicht machen müssen sie mir erst beweisen. Denke mal Tommi wird es aber in diesem Fall hier berichten.
@ Tommi: wie lange hast du die denn schon drin. Wenn irgendwann mal mein Akku fällig ist, wäre dies für mich wirklich eine Überlegung wert.


Gruß Steffen


PS und ein bisschen Ontopic wieder. Beim Motorrad würde ich eher einen Wartungsfreien Akku nehmen ohne diese Stopfen oben. Grund ist, das ein Motorrad doch mal umfallen kann und dann will ich nicht das da Säure ausläuft. Ob dann Gel oder nicht ist schon eher egal.
Als Kapazität würde ich die Grösste nehmen die von den Abmaßen ins Fach rein passt und auch die Pole (Dicke, Pluspol rechts oder links) müssen natürlich passen.
Last edited by Vater Abraham on Thu 9. May 2013, 16:33, edited 4 times in total.
Lieber ´ne Schwester im Puff, als ´nen Bruder auf ´ner Honda

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Re: neue Batterie / Gel ?

Post by Jo_ » Thu 9. May 2013, 14:49

Schöne Ausführung Steffen!

...und weil man nie genug wissen kann, hier mal etwas auch für Leien verständliches:
http://batteryuniversity.com/index-german.htm

Tommi hat nicht die normalen Li-Ionen!
Diese platzen nicht!

Wichtig ist bei all den Tipps, das man die Akku-Typen nicht durcheinander bringt.
Was für den einen toll ist, ist dem anderen sein Tod.
Gel Akkus aus nem Krankenrollstuhl vom Nachbarn, die kaum noch Kapazität hatten und 300€ das Stück kosten sollten, habe ich regeneriert indem ich sie bei 13,8 V 3 Wochen an einem Netzteil hatte.
NiMH hab ich geschrottet, weil die keine Dauerspannung vertragen.
Ciao - Jo
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